Projekt besprechen

EdTech, Deutschland

Licence EdTech Platform

Ein deutsches EdTech-Scale-up hat die Architektur seiner digitalen Plattform für Freizeit-Führerscheine modernisiert. So entwickelt es Produkte schneller und bedient eine wachsende Zahl von Lernenden in der gesamten DACH-Region.

~1 Monatfür die komplette Migration der Infrastruktur

Screens aus dem Projekt „Licence EdTech Platform“

Über das Unternehmen

  • EdTech
  • Deutschland
  • App für iOS und Android
  • Partnernetzwerk

Der Kunde ist ein deutsches EdTech-Scale-up, das den Weg zum Freizeit-Führerschein einfach und digital macht. Die App für iOS und Android bündelt Theoriekurse, Prüfungssimulationen und die Anmeldung zur Prüfung an einem Ort. Die praktische Ausbildung vor Ort übernimmt ein bundesweites Partnernetzwerk.

Eckdaten

Zeit bis zur Besetzung
durchschnittlich 16 Tage
Kernteam
2 Full-Stack-Entwickler, 1 Backend-Entwickler
Dauer
laufend
Tech-Stack
React, JavaScript, Ionic Framework, Node.js, Ruby on Rails, GraphQL, Next.js, Turborepo, Bull MQ, Mollie, WooCommerce, Chatwoot, WhatsApp API, E-Mail, OpenAI, WordPress, WooCommerce

Projektüberblick

Der Kunde hatte ein funktionierendes Produkt aufgebaut. Doch mit dem Wachstum des Unternehmens bremste die technische Basis zunehmend das Tempo.

Mit der Plattform wuchsen auch ihre Teile auseinander: Mobile App, API, Admin-Panel, Worker und Prüfungs-Scraper entwickelten sich in getrennten Repositories. Zudem plante das Unternehmen eine schrittweise Umstellung von WordPress auf Next.js, ohne den Betrieb für Tausende aktive Lernende zu stören.

Um schneller voranzukommen, ohne ein eigenes Engineering-Team von Grund auf aufzubauen, entschied sich der Kunde für das Modell Tech Talent as a Service von Intelvision. Innerhalb weniger Tage lag eine Shortlist vorab geprüfter Entwickler vor, die ab der ersten Woche mitarbeiten konnten.

Intelvision stellte 3 Entwickler, die den gesamten technischen Umfang der Plattform abdeckten: Kerninfrastruktur und Mobile, Modernisierung des Frontends und Zahlungen sowie die Schicht für die Kundenkommunikation.

Herausforderungen

  • Entwicklung skalieren, ohne ein komplettes Inhouse-Team aufzubauen

    Der Kunde wuchs schnell, und mit ihm der Produkt-Backlog. Er brauchte mehr Entwicklungskapazität, ohne langwierigen Einstellungsprozess und ohne den Aufwand, ein größeres Inhouse-Team aufzubauen und zu führen. Gesucht waren Entwickler, die sich schnell einarbeiten, selbstständig arbeiten und so zuverlässig liefern wie ein bewährter interner Entwickler.

  • Zersplitterte Codebasis ohne einheitliche Architektur

    Die Plattform war auf mindestens fünf getrennte Repositories angewachsen: ein mobiles Frontend, kompiliert für iOS und Android, ein Node.js-Backend, ein Next.js-Admin-Panel mit eigenem Backend, ein Worker für Hintergrundjobs und ein Scraper für das behördliche Prüfungsportal.

    Gemeinsame Logik war in mehreren Projekten doppelt vorhanden. Es gab keine gemeinsamen Packages und keine Monorepo-Struktur. Jedes neue Feature erforderte deshalb Änderungen in mehreren voneinander getrennten Codebasen. Das verlangsamte die Auslieferung und erhöhte das Risiko von Inkonsistenzen.

  • Modernisierung der Plattform im laufenden Betrieb

    Die Migration von WordPress und WooCommerce auf Next.js, während das bestehende Produkt für aktive Lernende weiterlief, war technisch wirklich anspruchsvoll. Das Team begann mit dem komplexesten Teil, der Checkout-Seite mit vollständiger Zahlungsintegration, und nahm sich erst danach den Rest der Plattform vor. Das war eine bewusste Entscheidung zur Risikosteuerung: Ließ sich das schwierigste Stück sauber liefern, lohnte es sich, die restliche Migration abzuschließen.

Lösung

Intelvision stellte dem Kunden drei Entwickler zur Seite, deren Profile zum bestehenden Stack der Plattform und zu den anstehenden Aufgaben passten.

Jeder Entwickler übernahm die Verantwortung für einen klar abgegrenzten Teil des Produkts und arbeitete direkt in den Abläufen des Kunden mit: in Stand-ups, auf dem Kanban-Board und in der Kommunikation über Slack.

Zusammen deckten sie 3 Kernbereiche ab: die gemeinsame Infrastruktur und die zentrale Codebasis, den Checkout und das Admin-Panel sowie die Schicht für die Kundenkommunikation, mit der die Support-Mitarbeiter arbeiten.

Durch diese Aufteilung konnte der Kunde mehrere Arbeitsstränge parallel vorantreiben, von der technischen Konsolidierung und der Zahlungsmigration bis zu KI-gestütztem Support und DSGVO-Konformität.

Infrastruktur und Kernplattform. Der erste Entwickler führte die verstreuten Repositories in etwa einem Monat in einem Turborepo-Monorepo zusammen und beseitigte so doppelten Code. Danach baute er einen Ablauf für Massenbenachrichtigungen, mit dem sich Prüfungseinladungen an mehrere Nutzer gleichzeitig verschicken lassen.

Frontend-Modernisierung und Zahlungsintegration. Der zweite Entwickler zog den Checkout in etwa 4 Wochen von WordPress/WooCommerce auf Next.js mit Mollie-Zahlungen um. Außerdem behob er mithilfe von Hintergrundjobs die hängende Erstellung von PDF-Rechnungen im Admin-Panel.

Kundenkommunikation und DSGVO-Konformität. Der dritte Entwickler arbeitet an der Support-Schicht auf Basis von Ruby on Rails. Er ergänzte Speech-to-Text mit KI-Antwortentwürfen, die die Support-Mitarbeiter prüfen, sowie die automatische, DSGVO-konforme Löschung persönlicher Anhänge nach einem Jahr.

Wie wir die Herausforderungen gelöst haben

  • Ein Team für den gesamten Umfang

    Intelvision stellte drei Entwickler, die zusammen den gesamten technischen Umfang der Plattform abdeckten:

    • Kerninfrastruktur und Mobile
    • Frontend-Modernisierung und Zahlungsintegration
    • Die Schicht für die Kundenkommunikation
  • Zuerst die Infrastruktur

    Bevor sich neue Features verlässlich bauen ließen, brauchte die Codebasis ein stabiles Fundament. Die Migration ins Monorepo hatte deshalb oberste Priorität. Nicht, weil Endnutzer davon etwas sehen, sondern weil alles andere davon abhing. Fünf getrennte Repositories wurden in einer einzigen Turborepo-Struktur mit gemeinsamen Packages zusammengeführt. Damit hatte das ganze Team für jede weitere Änderung eine sauberere und schnellere Ausgangsbasis.

  • Mit dem schwierigsten Teil beginnen

    Die Next.js-Migration mit der Checkout-Seite zu beginnen, war eine bewusste Entscheidung. Der Checkout ist der komplexeste Teil jeder E-Commerce-Plattform und berührt mehrere kritische Bereiche gleichzeitig:

    • Zahlungen
    • Rechtliche Anforderungen
    • Gutscheinlogik
    • Nutzerdaten
  • Wie ein Inhouse-Team, ohne den Aufwand

    Alle drei Entwickler arbeiteten direkt mit den Tools des Kunden und in seinem Arbeitsalltag:

    • Stand-ups
    • Kanban-Board
    • Teamkommunikation

    Der Kunde sah jederzeit, wo das Projekt stand, musste sich aber nicht um Personalverwaltung, Gehaltsabrechnung oder Onboarding kümmern. Das alles übernahm Intelvision. Das Team arbeitete wie ein internes Team, ohne dass der Kunde erst eines aufbauen musste.

  • Compliance gleich mitgeliefert

    Die Verwaltung von Anhängen nach DSGVO war nach deutschem Datenschutzrecht Pflicht. Die saubere Umsetzung, mit korrekter Behandlung regulärer und eingebetteter Anhänge über mehrere Speicheranbieter hinweg, schützte den Kunden vor regulatorischen Risiken, ohne dass er sich selbst um die technische Komplexität kümmern musste.

Funktionen im Projekt

  • Turborepo-Monorepo, das 5+ getrennte Repositories mit einer gemeinsamen internen Package-Architektur zusammenführt
  • Migration des Checkouts von WordPress/WooCommerce auf Next.js mit vollständiger Mollie-Zahlungsintegration (Gutscheine, rechtliche Pop-ups, mehrere Zahlungsarten)
  • System für Massenbenachrichtigungen zu Prüfungen direkt aus dem Admin-Panel
  • Speech-to-Text mit KI-Verarbeitung: Sprachnachrichten werden transkribiert und verarbeitet, Antwortentwürfe liegen für den Support-Mitarbeiter bereit
  • DSGVO-konforme Verwaltung privater Anhänge über ihren gesamten Lebenszyklus: automatische Erkennung und Löschung persönlicher Dokumente nach Ablauf der einjährigen Aufbewahrungsfrist
  • BullMQ-Worker für asynchrone Hintergrundjobs: Erstellung von PDF-Rechnungen, Rückerstattungen, Video-Transcoding
  • Scraper für das behördliche Prüfungsportal, der Verfügbarkeitsdaten aus einem offiziellen Anmeldeportal ohne öffentliche API ausliest
  • Verbesserungen im Admin-Panel: PDF-Rechnungen im Hintergrund mit Fortschrittsabfrage, Filter für Gutscheine und Aktionen, Detailseiten, Dashboard zur Überwachung der Jobs
  • KI-gestütztes Code-Review über die Copilot-Integration auf Kundenseite, angewendet auf alle Pull Requests

Ergebnisse

~1 Monat
für die komplette Migration der Infrastruktur
~4 Wochen
für den Neubau des Checkouts in Next.js
2 bis 3 Wochen
für Speech-to-Text mit KI
1 Jahr
automatische Aufbewahrungsfrist für Anhänge
3
Entwickler für den gesamten Umfang
  • Laufend neue Features und Migration

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