Energieberatung, Deutschland
Berater für energetische Modernisierung
Ein deutsches Beratungsunternehmen für Energieeffizienz musste sein Entwicklungsteam stabilisieren, Reibungsverluste in der Umsetzung verringern und die Prozessgrundlage für nachhaltiges Produktwachstum schaffen.
15+strukturelle Probleme gelöst

Über das Unternehmen
- Energieberatung
- Deutschland
- 20+ interne Fachkräfte
- Gebäudesanierung
Der Kunde hilft Hauseigentümern und Unternehmen, staatliche Fördermittel in Deutschland für Gebäudesanierung und energetische Modernisierung zu erhalten. Er bringt Eigentümer, Handwerksbetriebe und Förderstellen wie BAFA und KfW zusammen und übernimmt Beratung, Anträge und Projektkoordination von Anfang bis Ende.
Eckdaten
- Zeit bis zum Projektstart
- unter 2 Wochen
- Beteiligtes Team
- 1 Business Analyst, 1 fest zugeordneter Projektmanager, Entwicklungsteam
- Dauer
- 8+ Monate
- Umfang
- Prozessaudit, Neuaufstellung des Projektmanagements, Tool-Migration, Optimierung der Umsetzung
- Tech-Stack
- WordPress, .NET, Azure, KI-Automatisierung, Jira, Confluence
Projektüberblick
Der Kunde skalierte sein digitales Produkt, hatte aber keine Prozesse, die dieses Wachstum tragen konnten. Der Gründer und CEO hatte gleichzeitig die Rollen CEO, Product Manager und Projektmanager inne. Das Team war fähig und motiviert, arbeitete aber unter Bedingungen, die auf jeder Ebene zu Engpässen, Missverständnissen und unzuverlässiger Umsetzung führten. Intelvision wurde geholt, um die gesamte Arbeitsweise zu prüfen, die strukturellen Lücken zu benennen und die Behebung zu leiten.

Herausforderungen
Alles hing an einer Person an der Spitze
Der CEO verantwortete Produktvision, Sprint-Planung, Priorisierung der Aufgaben, Stakeholder-Kommunikation und die täglichen Projektentscheidungen, alles gleichzeitig. Jede Entscheidung lief über ihn. War er nicht erreichbar, stand die Arbeit still. Das Team hatte weder eine Vertretung noch die Befugnis, selbstständig weiterzumachen.
Zu viele Meetings fraßen die Kapazität auf
Die Montagsrunden dauerten ganze Vormittage, ohne klare Agenda und ohne festgelegte Ergebnisse. An den Daily Stand-ups nahmen bis zu sechzehn Personen teil, die meisten ohne etwas Relevantes beizutragen oder mitzunehmen. Ein Teammitglied verlor allein durch unproduktive Meetings rund dreißig Prozent seiner verfügbaren Wochenstunden. Zeit für konzentriertes Arbeiten ging systematisch verloren.
Keine gemeinsame Informationsbasis
Feedback, Entscheidungen und Status-Updates zu Aufgaben waren über vier verschiedene Tools verstreut. Entwickler übersahen regelmäßig Kommentare in Designdateien. Anforderungen wurden mündlich weitergegeben und nie aufgeschrieben. Es gab keine verlässliche Dokumentation darüber, was vereinbart war, wer es freigegeben hatte und was gerade Priorität hatte.
Wissen hing an einzelnen Personen
Bevor jemand in den Urlaub ging, gab es keine geregelte Übergabe. Fiel jemand aus, fing das restliche Team den Druck ab, ohne Struktur oder Dokumentation, auf die es sich stützen konnte. Das Wissen steckte in den Köpfen, nicht in Systemen.
Schätzungen zu ungenau für eine verlässliche Planung
Bei unbekannten Technologien konnten die Entwickler nicht verlässlich einschätzen, wie lange eine Aufgabe dauert. Termine verschoben sich immer wieder. Die Sprint-Planung beruhte auf Vermutungen, und Prioritäten wurden ständig reaktiv umgeworfen statt in strukturierten Entscheidungen festgelegt.
Lösung
Intelvision führte ein strukturiertes Audit in vier Bereichen durch: organisatorische Prozesse, Kommunikation und Zusammenarbeit, Kapazitäten und das Wohlbefinden der einzelnen Teammitglieder. Daraus entstand ein Maßnahmenplan, der in enger Zusammenarbeit mit dem Team des Kunden umgesetzt wurde.
Zum Projekt gehörten ein eigens eingestellter Projektmanager, der den CEO vom operativen Aufwand entlastet, eine neue Meeting-Struktur, die überall weniger Zeit verschwendet, eine gemeinsame, verbindliche Informationsbasis für Aufgaben, Entscheidungen und Feedback sowie ein Verfahren für den Wissenstransfer, das bei einer echten Abwesenheit im Team getestet und bestätigt wurde.
Die Zusammenarbeit umfasste:
Dedizierte Business-Analyse
Jedes Problem wurde strukturiert geprüft und in eine priorisierte Roadmap mit Maßnahmen überführt.
Neugestaltung der Prozesse
Sprint-Rhythmus, Retrospektiven, Definition of Done und Backlog-Management von Grund auf neu aufgebaut.
Tool-Migration und Governance
zentrales Aufgabenmanagement, vereinbarte Regeln für die Kanäle und dokumentierte Anforderungen als neuer Standard.
Laufende Beratung
weitere Unterstützung, während das Team die übrigen Punkte der Roadmap abarbeitet.
Wie wir die Herausforderungen gelöst haben
Den Engpass beim CEO auflösen
Ein fest zugeordneter Projektmanager übernahm Sprint-Planung, Aufgabenkoordination und Teamkommunikation. Der CEO konzentriert sich jetzt auf Produktstrategie und Vision. Entscheidungen sind verteilt und hängen nicht mehr davon ab, ob eine einzelne Person verfügbar ist.
Die Meeting-Kultur neu aufbauen
Die Montagsrunden wurden neu strukturiert und über die Woche verteilt. An den Daily Stand-ups nimmt nur noch das Kernteam des Produkts teil, höchstens dreißig Minuten lang. Dabei ist nur noch, wer wirklich gebraucht wird, nicht mehr automatisch jeder. Das Team hat spürbar Zeit für konzentriertes Arbeiten zurückgewonnen.
Eine gemeinsame Informationsbasis schaffen
Ein Tool pro Zweck. Kommentare zu Aufgaben im Projektmanagement-System. Feedback zu Design und Texten im Design-Tool. Tägliche Abstimmung im Team-Chat. Schriftliche Anforderungen in jeder Aufgabe. Rein mündliche Übergaben gibt es nicht mehr.
Wissen dauerhaft sichern
Ein Übergabeprozess wurde dokumentiert und bei einer echten Abwesenheit im Team erfolgreich getestet. Prozesse stehen jetzt in der Wissensdatenbank, nicht im Gedächtnis einzelner Personen. Vertretungen funktionieren, ohne dass eine Person alles wissen muss.
Verlässliche Schätzungen aufbauen
Die Zeiterfassung läuft, und die historischen Daten wachsen stetig. Je nach Sprint und Aufgaben liegt die Schätzgenauigkeit inzwischen bei 85 bis 93 %. Sie schwankt, statt auf einem festen Wert zu liegen, doch die Datenbasis für stabile Werte steht.
Projektmerkmale
- Strukturiertes Prozessaudit zu Abläufen, Kommunikation, Kapazitäten und Wohlbefinden im Team
- Priorisierte Roadmap mit Maßnahmen für jedes erkannte Problem
- Engpass beim CEO beseitigt: Ein fest zugeordneter Projektmanager übernimmt Sprint-Planung, Aufgabenkoordination und Teamkommunikation
- Meeting-Kultur neu aufgebaut, Stand-ups nur noch mit dem Kernteam des Produkts
- Neu aufgesetzter Scrum-Prozess: Sprint-Rhythmus, Retrospektiven, Definition of Done und Backlog-Management
- Eine gemeinsame Informationsbasis mit schriftlichen Anforderungen in jeder Aufgabe
- Geregelte Wissensübergabe, dokumentiert und bei einer echten Abwesenheit im Team bestätigt
- Zeiterfassung und Schätzbasis auf Grundlage historischer Sprint-Daten
- Infrastruktur auf Azure migriert und stabilisiert, die Entwicklung läuft weiter
Ergebnisse
- 15+
- strukturelle Probleme gelöst
- 8+ Monate
- kontinuierliche Prozessbegleitung
- 4
- Tools konsolidiert, eines pro Zweck
- 30 Min.
- maximale Dauer des Daily Stand-ups
- 85 bis 93 %
- erreichte Schätzgenauigkeit

Strike Team
Erfahrene Engineering-Leads finden in einer Engineering Diagnostic zum Festpreis den eigentlichen Engpass und bleiben, bis er behoben ist. Project Rescue, Fractional CTO, Architektur und Business Cases.
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