Projekt besprechen

Software selbst entwickeln oder kaufen: Wie sollten PropTech-Startups ihr Produkt aufbauen?

Mit KI zusammenfassen

Sie haben Ihre PropTech-Idee validiert, eine erste Finanzierung gesichert und stehen jetzt vor einer entscheidenden Frage:
Sollten Sie Ihre Plattform von Grund auf selbst entwickeln oder bestehende Tools kaufen und anpassen?
Die Antwort liegt nicht immer auf der Hand. In diesem Artikel helfen wir PropTech-Gründern, eine kluge und skalierbare Entscheidung zu treffen, ohne Zeit oder Budget zu verschwenden.

Was für PropTech-Startups auf dem Spiel steht

  • Zu früh zu viel selbst entwickeln? Dann riskieren Sie, Ihr Kapital zu verbrennen und den Markteintritt zu verzögern.
  • Zu viel kaufen? Dann machen Sie womöglich Abstriche bei UX, Flexibilität und künftiger Differenzierung.

Der falsche Ansatz kann Sie das Vertrauen der Investoren kosten und echte Traktion im Markt.

Option 1: Bestehende Tools kaufen oder lizenzieren

Dazu gehören:

  • White-Label-Plattformen für PropTech
  • No-Code- und Low-Code-Plattformen
  • Standard-CRMs oder Tools für die Immobilienverwaltung
  • SaaS-Plattformen mit PropTech-APIs

Vorteile

  • Schneller Markteintritt: Start in Wochen statt Monaten
  • Geringere Anfangskosten
  • Wartung übernimmt der Anbieter
  • Compliance bereits eingebaut (z. B. DSGVO, Zugriffskontrolle)

Nachteile

  • Begrenzte Anpassungsmöglichkeiten
  • Kaum Differenzierung über die UX möglich
  • Grenzen bei der Skalierbarkeit
  • Offene Fragen beim Dateneigentum
  • Risiko des Vendor Lock-in

Kaufen ist eine gute Wahl, wenn:

  • Sie die Funktionen Ihres MVP validieren
  • Sie schnell interne Tools brauchen
  • Ihnen Tempo wichtiger ist als volle Kontrolle

Option 2: Von Grund auf selbst entwickeln

Das heißt: Sie stellen Entwickler ein oder arbeiten mit einem Softwareteam (intern oder extern) und bauen eine eigene PropTech-Plattform, die auf Ihr Geschäftsmodell zugeschnitten ist.

Vorteile

  • Volle Kontrolle über Funktionen, Daten und Design
  • Skalierbare Architektur vom ersten Tag an
  • Eigene UX für Ihre Marke als Wettbewerbsvorteil
  • Leichter, künftige Finanzierung zu gewinnen, weil IP und Codebasis Ihnen gehören

Nachteile

  • Höhere Anfangskosten
  • Längere Zeit bis zum Launch
  • Erfordert technische Führung oder starke Partner
  • Dauerhafte Verantwortung für Sicherheit, Updates und Wartung

Selbst entwickeln ist ideal, wenn:

  • Sie eine zentrale Plattform als Ihr eigentliches Produkt aufbauen
  • Sie skalieren oder smarte Geräte, IoT oder Drittsysteme anbinden wollen
  • Sie besondere Abläufe Ihrer Nutzer abbilden, die keine Vorlage abdeckt

Der hybride Weg: schlank starten, gezielt entwickeln

Die meisten erfolgreichen PropTech-Startups kaufen oder entwickeln nicht ausschließlich. Stattdessen:

  • kaufen sie Tools für Bereiche außerhalb des Kerngeschäfts (z. B. HR, Abrechnung, Analytics)
  • entwickeln sie eigene Plattformen dort, wo Differenzierung zählt (z. B. Mietererlebnis, Vermietungsprozesse, UX für die Instandhaltung)
  • nutzen sie No-Code oder Low-Code für interne Admin-Tools, um anfangs schneller voranzukommen
  • arbeiten sie mit flexiblen Entwicklungspartnern, die vom MVP bis zur Skalierung mitgehen

Ein echtes Beispiel

Art des Startups: Co-Living-PropTech in Deutschland
Phase 1: Airtable, ein Standard-CRM und ein White-Label-Mieterportal
Phase 2: Mit Intelvision die zentrale UX und die Datenflüsse auf einem skalierbaren Python/React-Stack neu aufgebaut
Ergebnis:

  • Vom MVP zu über 2.000 verwalteten Einheiten in 14 Monaten
  • Kosten für den operativen Support um 34 % gesenkt
  • Native mobile App ausgeliefert und interne Dashboards gebaut

Diese Fragen sollten Sie vor der Entscheidung klären

  • Was ist Ihr zentrales Nutzenversprechen, und lässt es sich mit Standard-Tools erreichen?
  • Wie stark müssen Sie sich von Wettbewerbern abheben?
  • Können Sie verlässliche Entwickler einstellen oder mit ihnen zusammenarbeiten, um schlank statt aufgebläht zu entwickeln?
  • Wie hoch sind die tatsächlichen Kosten der Verzögerung, wenn Sie mit der Entwicklung warten?

Fazit

Bei PropTech ist die Technologie Ihr Produkt. Ob Sie selbst entwickeln oder kaufen, sollte sich danach richten, was Ihr Unternehmen wirklich wertvoll macht. Starten Sie schlank, bleiben Sie flexibel und konzentrieren Sie die Eigenentwicklung auf die Bereiche, in denen sie am meisten zählt.

Sie lesen Intelvision öfter? Fügen Sie uns in der Google-Suche als bevorzugte Quelle hinzu.

Zu bevorzugten Quellen hinzufügen

Weitere Artikel

  1. Hürden bei der Technologie-Einführung im Bau überwinden: ein Praxisleitfaden

    Engineering Leadership ·

  2. Digitale Transformation im Bau für ein ConTech-Unternehmen

    Business Cases ·

  3. IoT in Smart Buildings integrieren: Architektur, Sicherheit und ROI

    Architektur ·

  4. BIM und digitale Zwillinge 101: Wie sie Bauprojekte grundlegend verändern

    Architektur ·

  5. Bautechnologie-Trends 2025, die Sie im Blick haben sollten

    Architektur ·

  6. Kosten und ROI von Bautechnologie: So zahlt sich Ihre Investition aus

    Business Cases ·

  7. BIM vs. digitaler Zwilling: Wann und wie Sie beide einsetzen

    Architektur ·

  8. IT im Bauwesen: 7 Technologien, die Sie künftig nutzen werden

    Architektur ·

  9. Was ist ein Common Data Environment (CDE) und wie nutzt es die Baubranche?

    Architektur ·

  10. Bautechnologie-Trends 2023: Was die Baubranche verändert

    Architektur ·

  11. ERP für das Finanzwesen: Die wichtigsten Funktionen und Vorteile

    Architektur ·

  12. Wie CAD und BIM die Baubranche verändern

    Architektur ·

  13. Cloud-Migration in der Energiewirtschaft

    Architektur ·

  14. Cloud Banking: Die Zukunft der Banken und wie der Sektor 2030 aussieht

    Architektur ·

  15. Regulatorische Compliance-Software: Der umfassende Leitfaden

    Architektur ·

  16. Drohnen im Bauwesen: Einsatz, Nutzen und Drohnentypen

    Architektur ·

  17. Datenanalyse im Bauwesen: So bauen Sie für die Zukunft

    Architektur ·

  18. Datenmanagement im Bauwesen: So wird es zum Wettbewerbsvorteil

    Architektur ·

  19. BIM im Bauwesen: Was es verändert und was es bringt

    Architektur ·

  20. ERP für Bauwirtschaft und Infrastruktur

    Architektur ·

  21. Cloud-App-Entwicklung: Der Leitfaden für 2023

    Architektur ·

  22. Die 6 wichtigsten .NET-Trends 2023

    Architektur ·

  23. Tech-Stack für Webanwendungen: So wählen Sie die richtigen Technologien

    Architektur ·

  24. Node.js oder .NET Core: Was passt 2022 besser?

    Architektur ·

Kommen wir ins Gespräch

Meist beginnen wir mit einer Beratung. Sie bekommen eine klare Antwort, ob wir helfen können und was als Erstes passieren sollte.

Ihr Ansprechpartner

Yurii Kotula

CEO und Engineering-Leiter

Das erste Gespräch führen Sie mit Yurii. Schicken Sie das Formular oder wählen Sie direkt einen Termin in seinem Kalender.

Termin mit Yurii buchen
5,0 aus 14 verifizierten Bewertungen auf Clutch

Telefon ist optional, alle anderen Felder brauchen wir.

Wir nutzen Ihre Angaben, um Ihre Anfrage zu beantworten. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.