
ERP für Bauwirtschaft und Infrastruktur
Mit KI zusammenfassen
Die Pandemie hat die Einführung digitaler Werkzeuge in vielen Bereichen der Bauwirtschaft beschleunigt. Bauunternehmen nutzen heute Software für die Zusammenarbeit, Programme zur Datenanalyse, BIM-Systeme und ERP-Systeme. Jedes dieser Werkzeuge liefert Führungskräften viele Daten, die sie erfassen und auswerten können, und hilft, große, mittlere und sogar kleine Bauunternehmen wirksam zu führen. Trotzdem erfasst und verarbeitet fast die Hälfte der Bauprojektleiter diese Daten noch von Hand.
In diesem Artikel fassen wir zusammen, was Unternehmer, Bauleiter und Marketingverantwortliche über ERP wissen sollten: wann ein Unternehmen ein solches System und weitere Leistungen der Softwareentwicklung für die Bauwirtschaft braucht und was ein ERP-System kostet.
Was ist ERP (Enterprise Resource Planning)?
ERP ist ein System, mit dem sich alle Geschäftsprozesse steuern und automatisieren lassen, darunter Finanzen, Beschaffung, Personal, Kundenbeziehungen und mehr. ERP-Systeme sind in vielen Branchen verbreitet, auch im Bau, wo Planung und Ressourcenmanagement für den Geschäftserfolg entscheidend sind.
Was ist ERP für Bauunternehmen?
ERP für den Bau ist ein umfassendes System, mit dem Bauunternehmen ihre Geschäftsprozesse planen und steuern. Eine einheitliche digitale Umgebung führt verstreute Softwaresysteme in einem integrierten System zusammen. Das sind die wichtigsten Funktionen eines solchen Systems für Bauunternehmen:
- Verteilung der Arbeit auf Mitarbeitende und Subunternehmer.
- Operative Planung und detaillierte Auswertung der Arbeit: täglich, wöchentlich und monatlich.
- Datenvisualisierung.
- Ressourcenplanung bis hinunter zum einzelnen Fahrzeug oder Gewerk.
- Abgleich von Plan- und Ist-Daten zu den Ressourcenkosten und Prüfung, ob die Ressourcen für das Projekt verfügbar sind.
- Abwicklung der gegenseitigen Verrechnung mit Subunternehmern und dem Auftraggeber.
ERP für die Bauwirtschaft hilft, alle Geschäftsprozesse des gesamten Unternehmens zu steuern, und gibt so die Kontrolle über die Verteilung der Ressourcen. ERP-Systeme dienen außerdem als Plattform, an die sich Analyse-Apps, CRM-Systeme und andere Anwendungen anbinden lassen. Sie bieten Echtzeitzugriff auf operative und finanzielle Daten. Das hilft dem Unternehmen, seine Führungsstruktur zu optimieren und die Ziele des Unternehmens als Ganzes wie auch der einzelnen Abteilungen aufeinander abzustimmen.
Wann Sie ein ERP-System einführen sollten
Wenn Sie ein kleines Unternehmen führen und alle Informationen über die Arbeit im Kopf behalten können oder ein CRM-System nutzen, brauchen Sie wahrscheinlich kein ERP-System. Über eine Einführung sollten Sie aber nachdenken, wenn Sie eine dieser Situationen kennen:
- Es dauert lange, bis eine Aufgabe von einer Abteilung zur nächsten gelangt.
- Mitarbeitende verbringen viel Zeit mit Routineaufgaben.
- Die Buchhaltung kommt mit dem Papierkram nur langsam voran.
- Informationen über die Arbeit einer Abteilung lassen sich nicht schnell beschaffen.
- Die Leistung der Mitarbeitenden ist schwer zu überprüfen.
- Die Zusammenarbeit mit Kunden ist kompliziert.
- Die Arbeitsumgebung ist zersplittert, Dateien lassen sich nicht von einem Programm ins andere übertragen.
Schon wenn 2 bis 3 dieser Probleme zutreffen, lohnt sich ein individuelles ERP-System, das Ihre geschäftlichen Anforderungen abdeckt und die Ziele der Softwareentwicklung erreicht.
Wie ERP Probleme in der Bauwirtschaft löst
Mit einem ERP-System senken Sie:
- den Zeitaufwand für die Budgetplanung um bis zu 60 %, dank eines gemeinsamen Informationsraums;
- den Lagerbestand innerhalb von sechs Monaten um 20 %, weil die Beschaffung automatisiert ist und die Menge der eingekauften Verbrauchsmaterialien am Bedarf des jeweiligen Projekts ausgerichtet wird;
- den Zeitaufwand für den Abgleich von Ist- und Planwerten des Projekts um 70 %.

Außerdem senkt ERP-Software für die Bauwirtschaft die Gemeinkosten, weil weniger Handarbeit und Papierkram anfallen. Sie verbessert die Kontrolle über die gesamte Kette der Geschäftsprozesse, verkürzt so die Zeit für Entscheidungen deutlich und verbessert die Qualität der Führung. Nicht zuletzt steigert ERP die Effizienz von Bauunternehmen deutlich und macht sie wettbewerbsfähiger.
1. Automatisierte Abläufe
ERP-Systeme für den Bau automatisieren wiederkehrende Prozesse. Teams werden Routinearbeit los und können sich auf Aufgaben konzentrieren, die sich auf den Umsatz des Unternehmens auswirken.
2. Transparente Prozesse und einfache Zusammenarbeit
Ein ERP-System für die Bauwirtschaft bündelt die Daten an einem Ort und macht sie allen Mitarbeitenden zugänglich. Ein Ingenieur eines Bauunternehmens behält damit zum Beispiel Materialbestände und geplante Lieferungen im Blick.
3. Risikomanagement und Datensicherheit
Ein ERP-System für die Bauwirtschaft bietet ein hohes Sicherheitsniveau und sorgt für eine zentrale Sicherung wichtiger und vertraulicher Daten.
4. Anpassbare Systeme
ERP-Software für den Bau lässt sich an die Anforderungen der verschiedenen Bereiche der Branche anpassen: von Bauunternehmen und Subunternehmern über Wohnungsbauer bis zu Instandhaltungs- und Serviceunternehmen und dem Tiefbau.
Innerhalb eines Unternehmens lassen sich Dashboards für die jeweiligen Rollen der Führungskräfte einrichten. Sie geben sofortigen Zugriff auf die benötigten Informationen oder erinnern an geplante Aufgaben und andere Projektinformationen.
5. Bessere Berichte und Planung
Mit einem ERP-System für Bauwirtschaft und Infrastruktur erstellen Sie Berichte und Auswertungen und vergleichen die Arbeit verschiedener Abteilungen, ohne zahlreiche Tabellen zusammenzuführen.
Mit dem ERP-System behalten Sie den Umsatz und den Plan-Ist-Vergleich der Zahlungseingänge im Griff. Außerdem hilft ERP, regulatorische Anforderungen an die Dokumentation einzuhalten: Sie hinterlegen die Vorgaben im System, und die Mitarbeitenden füllen Dokumente nach Vorlagen aus.
5 wichtige ERP-Trends in der Bauwirtschaft
In den nächsten 10 Jahren müssen sich Unternehmen an Branchentrends und Neuerungen anpassen, um ihre ERP-Software weiterzuentwickeln. Um ERP, AR, KI, maschinelles Lernen und andere technische Neuerungen in den Griff zu bekommen, werden Unternehmen auf Bautechnologen setzen, die neue Technik prüfen und so die Wettbewerbsfähigkeit sichern.
Künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen. KI- und ML-Werkzeuge passen von Natur aus gut zu ERP-Software für den Bau. ERP bündelt Informationsquellen und Prozesse und liefert KI- und ML-Werkzeugen die Rohdaten, mit denen sie die Arbeit von Mitarbeitenden aus verschiedenen Abteilungen unterstützen.
Augmented Reality (AR). AR-Geräte wie die Microsoft HoloLens zeigen, wo Rohre und Leitungen hinter Wänden verlaufen, und liefern andere visuelle Informationen, an die man sonst nur schwer herankommt. Außerdem ist AR eine hervorragende Grundlage für virtuelles Planen und Bauen. Neue Mitarbeitende können mit AR zudem in einer realistischen Umgebung üben, ohne ihre Sicherheit zu gefährden.
Internet of Things und IoT-Geräte. Baumaschinen, Rohstoffe, Drohnen, physische Sensoren und viele andere Dinge lassen sich direkt in eine ERP-Datenbank einbinden. Bauunternehmen werten diese Daten aus und gewinnen Erkenntnisse, die zu höherer Produktivität, mehr Effizienz und neuen Geschäftsprozessen führen.
Die besten ERP-Systeme für die Bauwirtschaft
Bei der Auswahl sollten Sie ein System bevorzugen, mit dem sich die finanzielle Leistung im Kontext des Projekts bewerten und so der tatsächliche Gewinn ermitteln lässt. Außerdem sollte ein ERP-System Terminplanung, Planungsprozesse und Kassenbuchhaltung abdecken, dazu Funktionen für Einnahmen und Ausgaben sowie ein System, mit dem sich die Unterlagen von Bauträgern, Generalunternehmern und Subunternehmern erstellen und sammeln lassen. Das System muss also alle komplexen Strukturen von Bauprojekten und alle Einnahmen- und Ausgabenposten vollständig abbilden.
Das beste ERP-System für den Bau ist ein individuell entwickeltes. Einige Systeme aus unserer Übersicht der besten ERP-Systeme für die Bauwirtschaft sind:
Microsoft Dynamics SL. Dieses ERP-System konzentriert sich vor allem auf Projektmanagement für professionelle Dienstleister, Baumanagement und Auftragnehmer der öffentlichen Hand. Dynamics SL läuft auf Desktop-Rechnern und Mobilgeräten und lässt sich mit Outlook, Excel und anderen Programmen verbinden.
SAP ERP. Es lässt sich in über 35 Sprachen nutzen. Der Hersteller liefert regelmäßig Updates. Das ERP-System lässt sich mit Cloud-Diensten verbinden, und über eine mobile Oberfläche kann man es auch auf Smartphones und Tablets nutzen.
Oracle ERP. Es richtet sich an Unternehmen, die ihre Prozesse in beliebig vielen der genannten Bereiche straffen wollen. Mit Oracle konfigurieren Nutzer ihre Anwendungen nach eigenen Anforderungen und führen Buchhaltung, Beschaffung und Projekte in einem System zusammen. Das System läuft in der Cloud und ist über den Webbrowser oder eine mobile App erreichbar.
ERP-Systeme für die Bauwirtschaft von Intelvision
Sie suchen die beste IT-Lösung? Intelvision ist ein schnell wachsendes Unternehmen für Softwareentwicklung und IT-Beratung und macht aus Ihren Ideen starke Ergebnisse. Bei uns arbeiten Experten ihres Fachs, die Innovationen vorantreiben, ein Gespür für Trends haben, das System als Ganzes sehen und ständig nach neuen Ideen suchen.
Wenn Sie ein individuelles ERP-System für Ihr Unternehmen einführen möchten, umfasst die Entwicklung diese Schritte:
- Ihr Unternehmen kennenlernen: Zuerst wollen wir die eigentlichen Ursachen verstehen und wissen, welche Ergebnisse Sie am Ende erreichen wollen.
- Aufgaben festlegen: Pflichtenheft und Prototypen erstellen.
- Visualisierung: Design des ERP-Systems.
- ERP-Layout: einschließlich Browser- und Mobilversion.
- Entwicklung der Funktionen: Programmierung und Einrichtung.
- Qualitätskontrolle: Testen des Produkts.
- Anbindung weiterer Programme und sozialer Netzwerke: falls nötig.
- Präsentation des ERP-Systems.
- Übergabe des Produkts und laufender Support: kosteneffizient und so lange, wie Sie ihn brauchen.
Die Kosten eines ERP-Systems kalkulieren wir für jeden Kunden individuell, abhängig von der Zahl der Module, den Anforderungen und dem geschäftlichen Bedarf.
Unsere Fachleute arbeiten an Projekten jeder Komplexität, bilden sich ständig weiter und streben nach höchster Qualität. Kunden bewerten die Arbeit von Intelvision positiv, und darauf kommt es an. Gern erstellen wir Ihnen eine kostenlose Schätzung für Ihr Projekt.

Fazit
Fassen wir zusammen:
- Ein ERP-System ist Software zur Steuerung der Unternehmensprozesse. Es besteht aus einem Data Warehouse, einer Kernplattform und Modulen, die Unternehmen nach Bedarf hinzufügen.
- ERP-Systeme speichern Daten an einem Ort, machen Prozesse transparent, verbessern den Kundenservice und ermöglichen fortgeschrittene Analysen.
- Die bekanntesten ERP-Systeme sind Microsoft Dynamics SL, SAP ERP und Oracle ERP.
- Einen Teil der ERP-Funktionen übernehmen kombinierte CRM-Systeme. Sie eignen sich für kleine und mittlere Bauunternehmen, für die ERP zu teuer und zu aufwendig ist.
ERP-Systeme führen alle Daten in einer laufenden Auswertung zusammen. So reagieren Sie schnell auf Veränderungen und sind für künftige Herausforderungen gerüstet. Die meisten Unternehmen haben bereits Systeme für Finanzen und Betrieb im Einsatz, doch diese bilden meist nur das Tagesgeschäft ab und helfen nicht beim künftigen Wachstum. Wenn Unternehmen wachsen, ändern sich ihre Anforderungen, und ein ERP-System wird unverzichtbar. Sprechen wir darüber. Wir versprechen, Ihnen nichts zu verkaufen, was wir nicht liefern können.
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