
Retail-Marketing-Technologie: Warum Ihr Unternehmen sie braucht
Mit KI zusammenfassen
Trotz der COVID-19-Pandemie, Abstandsregeln und der „Retail-Apokalypse“, von der seit ein paar Jahren die Rede ist: Der Einzelhandel verschwindet nicht. Experten erwarten, dass 2024 immer noch 72 % der Einzelhandelsumsätze in den USA in stationären Geschäften anfallen.
Gleichzeitig leben wir in einer Welt, die sich digital ständig verändert. Käufer verlassen sich weniger auf das Anfassen und Ausprobieren und mehr auf Technik. Für digitale Kunden wie Millennials und die Generation Z, die 43 % bzw. 40 % der heutigen Käufer ausmachen, zählen ein lebendiges Einkaufserlebnis, interaktiver Kontakt mit der Marke und Innovation. Deshalb experimentieren große Unternehmen mit den Technologietrends im Handel.
Bringen Sie Ihren Technologie-Stack für Retail-Marketing auf den neuesten Stand, mit den wichtigsten Trends, die der Handel in den USA und in China bereits aktiv nutzt.
Was ist Retail-Marketing-Technologie und warum brauchen Händler Marketing-Technologie?
Retail-Marketing-Technologie umfasst die digitalen Tools und Neuerungen, die stationäre Händler und E-Commerce-Plattformen im Marketing einsetzen. Mehr Technik ins eigene Ladengeschäft zu holen, schreckt viele Ladenbesitzer ab. Schauen wir uns an, welche technischen Fortschritte es gibt und warum sich die Investition lohnt.
Marketing-Abläufe im Geschäft vereinfachen
Je schneller Sie Routineaufgaben im Marketing erledigen, desto mehr Zeit bleibt für Aufgaben mit größerer Wirkung (oder für solche, die sich nicht digitalisieren oder automatisieren lassen).
Marketing personalisieren
Personalisierung erwarten Kunden heute als Selbstverständlichkeit. Das bestätigt eine Forbes-Studie:
- 71 % der Online-Käufer ärgern sich, wenn das Einkaufen „unpersönlich“ ist.
- 70 % der Millennials reagieren negativ auf unpassende E-Mails.
- 74 % der Kunden verlieren das Interesse an Websites oder mobilen Apps, deren Inhalte nicht responsiv sind.

Die Ergebnisse eines Reports von Monetate und Salesforce (2018) zeigen: Je mehr ein Marketer in Personalisierung investiert, desto höher ist der Gewinn des Unternehmens.
Die meisten Unternehmen wissen bereits, wie sie ihre Zielgruppe auf Profilebene ansprechen. Zumindest nutzen sie Retargeting-Tools, um E-Mails zu personalisieren. So können sie einem Kunden zum Beispiel einen Rabatt auf eine Produktgruppe anbieten, für die er sich interessiert hat. Der nächste Schritt ist personalisiertes Marketing auf Basis fortgeschrittener Analysen.
Wertvolle Daten sammeln
Neue Technologie im Handel lebt von Kundendaten und schafft zugleich Gelegenheiten, Informationen über Ihre Kunden zu sammeln. QR-Codes zum Beispiel sind ein relativ einfacher Weg dazu. Scannen Kunden den QR-Code eines Gutscheins mit dem Smartphone, landen sie direkt auf der Anmeldeseite Ihres Newsletters. Sie bekommen die E-Mail-Adresse, der Kunde einen Gutschein, den er im Geschäft einlösen kann. Davon haben alle Beteiligten etwas.
Die Zielgruppe ins Ladengeschäft holen
Insgesamt würden fast 6 von 10 Verbrauchern lieber im Geschäft einkaufen, wenn Technik vor Ort das Einkaufen unterhaltsamer und abwechslungsreicher macht.
Was noch?
Mit der richtigen Marketing-Technologie im Geschäft können Händler Folgendes verbessern:
- Das Markenimage: dank Social-Media-Tools, die die richtigen Inhalte zur richtigen Zeit posten.
- Das Vertrauen in die Marke: dank Displays mit nutzergenerierten Inhalten (UGC), die Social Proof direkt in den Laden bringen.
- Die Kundenbeziehungen: dank CRM- und Kundenservice-Tools, die für zufriedene Kunden sorgen.
- Die Reichweite: dank eines leistungsstarken Tools, das die SEO der Website verbessert.
- Conversions und Service: dank hilfreicher Chatbots oder Anzeigen mit Produktbewertungen.
Trends in der Retail-Marketing-Technologie 2022
In den kassenlosen Geschäften von Amazon Go muss niemand Produkte scannen. Der Kunde meldet sich am Eingang in der App an, hält sein Smartphone mit einem QR-Code an das Drehkreuz und betritt den Laden.
Die gesamte Decke des Supermarkts ist mit KI-Kameras bestückt, und die Regale haben spezielle Sensoren, die den Restbestand überwachen. Überlegt es sich jemand anders, legt er das Produkt einfach zurück, und es verschwindet automatisch aus dem Online-Warenkorb. Sobald der Kunde den Laden verlässt, wird der Betrag kontaktlos von seiner Bankkarte abgebucht. So einfach ist das.
Welche Retail-Marketing-Technologie lässt sich sonst noch online und offline einsetzen, um mehr zu verkaufen, Ihr Unternehmen bekannter zu machen und Erkenntnisse aus Marketingkampagnen zu gewinnen?

Augmented Reality (AR)
Einkaufen mit Augmented Reality wird 2022 zur neuen Normalität. Virtuelle Umkleidekabinen, AR-Navigation im Geschäft und andere AR-Erlebnisse verbreiten sich am Markt, und wer sie nicht bietet, fällt zurück. AR gehört zu den wichtigsten technischen Fortschritten, die die Lücke zwischen digitalen Onlineshops und dem Einkauf im Ladengeschäft schließen.
Am Eröffnungstag einer neuen Filiale in einem Vorort von Dallas lud der Möbelhersteller IKEA Kunden ein, die virtuelle Welt seiner Produkte zu erleben. Dank Augmented-Reality-Technologie in der IKEA-App sahen Nutzer, wie Möbel und Deko bei ihnen zu Hause aussehen würden. Sie mussten nur die iPhone-Kamera auf die Artikel richten. Fast 300 Menschen testeten IKEA VR, im Schnitt drei bis fünf Minuten lang.
Virtual Reality (VR)
Virtuelle Showrooms werden den Blick auf das Einkaufen vor Ort verändern. Stellen Sie sich einen leeren Raum vor, der dank VR-Ausrüstung zu einer frei nutzbaren digitalen Fläche wird. Der Kunde betritt ihn, setzt eine VR-Brille auf und sieht sich das verfügbare Sortiment an.
Der südkoreanische Autohersteller Kia setzt das bereits in seinem Geschäft um. Kunden können durch den virtuellen Showroom mit den Fahrzeugen „gehen“ und sich das Modell aussuchen, das ihnen gefällt. Kia lässt Käufer ihr „Traumauto“ außerdem auf einer virtuellen Strecke testen.
Unternehmen führen außerdem smarte VR-Spiegel in Boutiquen und Accessoire-Geschäften ein. Mit einem solchen Spiegel können Kunden ein Outfit oder ein Schmuckstück „anprobieren“, ohne es anzulegen. Sie wählen Kleidung auf dem Touchscreen aus, sehen, wie gut sie passt, und ändern mit AR-Filtern Farbe oder Modell. Einen solchen Spiegel nutzt die japanische Modekette Uniqlo, die AR-Filter setzt die Kosmetikmarke Sephora ein.
Big Data & Künstliche Intelligenz (KI)
Händler haben riesige Mengen an Kundendaten gesammelt. Mit Big Data arbeiten können im Handel aber bisher nur die Vorreiter. Automatisierung kann Handelsketten deutlich voranbringen. Entscheidend ist, den Trend nicht zu verpassen und jetzt mit dem Wandel zu beginnen.
Netflix etwa sammelt Daten darüber, was Nutzer ansehen und was sie mögen. Auf dieser Basis gibt die Streamingplattform personalisierte Empfehlungen und erkennt, welche Serien „eingeschlagen“ haben. Der Online-Händler für Unterwäsche True & Co hat einen Algorithmus entwickelt, der bei der Wahl eines bequemen BHs hilft. Das Unternehmen startete dafür ein Quiz für Frauen. Die Auswertung der Antworten half True & Co, sechstausend Körpertypen zu unterscheiden und herauszufinden, worauf Frauen bei der Wahl ihrer Unterwäsche achten.
Videospiele
Um den neuen Schuh „Epic React“ zu bewerben, kombinierte Nike China die Anprobe im Laden mit einem 3-minütigen Videospiel. Kunden erstellten einen Avatar, der beim Test ihre Bewegungen nachahmte. Dann konnten sie in den neuen Sneakern durch mehrere Spielwelten laufen: eine schwebende Metropole in China, eine Pandainsel und den Berg Fuji. Das 2D-Videospiel „Reactland“ stand Kunden einen Monat lang in Nike-Geschäften in Shanghai, Peking, Guangzhou und Chengdu zur Verfügung. 48 % der Spieler kauften danach ihr Paar Epic React.
Einkaufen per Sprachbefehl
Walmart hat 2017 gemeinsam mit Google eine Bestellfunktion per Sprache eingeführt. Sie steht Nutzern des Google Assistant zur Verfügung und funktioniert mit Google Home, Smartwatches sowie Android- und iOS-Smartphones in den Regionen, in denen die Supermarktkette aktiv ist. Nutzer können dem Google Assistant ihre Einkaufsliste diktieren, während sie arbeiten, Auto fahren oder Frühstück machen.
Walmart-Mitarbeiter stellen die Bestellung zusammen und liefern sie zur vereinbarten Zeit. Möchte der Kunde ein Produkt nachbestellen, findet der virtuelle Assistent es in der Kaufhistorie und übernimmt die Lieferdetails. Um die Funktion zu aktivieren, sagt der Nutzer: „Hey Google, talk to Walmart“.
Warum ist das wichtig? Laut einer Studie des US-Fintechs Blackhawk Network nennen 76 % der Käufer einfaches Bestellen und Bezahlen als einen der Gründe für ihre Markentreue.
Automatisierter Kundensupport
Unternehmen bewegen sich darauf zu, den Menschen aus dem Kundensupport herauszunehmen. Eines der deutlichsten Beispiele sind die KI-basierten virtuellen Assistenten des neuseeländischen Unternehmens Soul Machines. Diese virtuellen Supportmitarbeiter sind zu Empathie fähig: Sie erkennen Wünsche und Stimmungen der Kunden an deren Emotionen. Dadurch enden 40 % der Gespräche positiv, ohne dass ein Mitarbeiter des Unternehmens eingreift. Die neue Technik für den Handel lernt mit jedem Kontakt dazu, deshalb dürfte die Erfolgsquote weiter steigen.
NFTs & Metaverse
Non-Fungible Tokens (NFTs) sind einzigartige digitale Inhalte wie Bilder, Videos, Tweets oder Audio, die genau einer Person gehören. Die Informationen über den Token liegen in einem sicheren, dezentralen Datensatz, der Blockchain. Ein zentraler Vorteil von NFTs: Digitale Objekte können nicht gestohlen, gefälscht oder gelöscht werden. Ein Beispiel aus Spielen: Wer dort eine Waffe kauft, erwirbt nur das Recht, sie zu nutzen, und Entwickler oder Rechteinhaber können es jederzeit ohne Erklärung oder Entschädigung wieder entziehen.
Laut Prognosen von MarketsandMarkets wächst der NFT-Markt bis 2027 von 3 Milliarden US-Dollar auf 13,6 Milliarden US-Dollar. Viele große Unternehmen haben bereits angekündigt, NFTs zu nutzen: von Nike, Adidas und Gucci bis zu IT-Riesen wie TikTok, Microsoft, Alibaba und Meta.
So kündigte Howard Schultz, Interim-CEO von Starbucks, an, dass das Unternehmen noch vor Ende 2022 eine eigene NFT-Kollektion herausbringen will. Käufer der Token erhalten Einladungen zu privaten Events in den Premium-Cafés Starbucks Reserve Roastery und können sogar die 240 Hektar große Kaffeefarm Starbucks Hacienda Alsacia in Costa Rica besuchen, die Starbucks weltweit als Forschungs- und Entwicklungszentrum und als bewirtschaftete Farm dient. Die NFTs lassen sich verdienen (etwa indem der Kunde eine bestimmte Anzahl an Artikeln von der Karte kauft und die Käufe per Barcode aus der App bestätigt) oder mit Kreditkarte kaufen.

Individuelle Retail-Marketing-Software für Ihr Unternehmen
Von KI-gestützten Prognosen bis zum automatisierten Kundenservice: Individuelle Software für den Handel kann Ihr Geschäft in jeder Phase wachsen lassen. Bauen Sie ein eigenes MarTech-Produkt von Grund auf oder verbessern Sie Ihr bestehendes Produkt für den Handel. Die Engineers von Intelvision helfen Ihnen, neue Technologie für den Handel individuell zu entwickeln oder den Funktionsumfang Ihres bestehenden Systems zu erweitern.

Damit kommen wir zu dem Projekt, das wir Ihnen unbedingt zeigen wollten: Kiflo. Wir haben es entwickelt und sind stolz darauf. Kiflo hilft KMU, ihren Umsatz über Partnerschaften zu steigern. Damit können Sie ein Affiliate-Programm aufbauen, Ihr Empfehlungsprogramm ausbauen und ein Reseller-Programm entwickeln, alles strukturieren, automatisieren und skalieren, starke Beziehungen zu Ihren Partnern pflegen sowie Leistung und Umsatz maximieren.
Für das SaaS-Unternehmen haben wir das Team für sein PRM-System erweitert. Kiflo hatte bereits ein PRM-System entwickelt, wollte sein ohnehin beeindruckendes Niveau aber kurzfristig noch übertreffen.
Das Unternehmen stand vor diesen Herausforderungen:
- ein enger Zeitrahmen;
- Skalierung;
- Mangel an qualifizierten Fachkräften.
Das System, an dem wir gearbeitet haben, basiert auf .NET, React, Azure und TypeScript und nutzt einen CRUD-Ansatz. Dazu kam die Entwicklung einer Workflow-Funktion, mit der Nutzer eigene Szenarien bauen können. Unser Team hat einige zusätzliche Funktionen entwickelt, um ein bereits gutes Produkt noch besser zu machen.
Was wir unserem Kunden geboten haben:
Breites Spektrum an Spezialisten
Entwickler mit unterschiedlichem Hintergrund, die nicht nur die technischen Anforderungen erfüllen, sondern auch menschlich passen und das Tempo des Teams mitgehen.
Erfahrung
Ein CRUD-Ansatz wirkt auf den ersten Blick leicht auszurollen. Ihn richtig aufzusetzen, braucht aber Zeit und Erfahrung, besonders bei einem PRM-System unter hoher Last.
CRUD-Implementierung
CRUD (Create, Read, Update, Delete) steht für die Operationen, mit denen man gespeicherte Daten bearbeitet. Sauber umgesetzt, sorgt CRUD für einen geordneten Datenfluss. Das System kann die Daten dann reibungslos verarbeiten, ohne Verzögerungen und Fehler.
Mit den zusätzlichen Teammitgliedern konnte unser Kunde die Entwicklung beschleunigen und die Time-to-Market insgesamt verkürzen. PRM-Systeme speichern große Datenmengen und hängen deshalb entscheidend von kurzen Antwortzeiten ab. Eine saubere CRUD-Struktur brachte rund 40 % mehr Geschwindigkeit.
Die richtigen Retail-Marketing-Tools für Ihr Geschäft
Unterm Strich: Technologie verändert, wie Menschen im Geschäft einkaufen. Laut einer Studie von Forrester und Shopify aus dem Jahr 2022 planen 31 % der Marken, im kommenden Jahr eigene Ladengeschäfte zu eröffnen oder ihre Präsenz im stationären Handel auszubauen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, muss Ihre Verkaufsfläche den Bedürfnissen der Kunden gerecht werden. Mit neuer Technologie für Geschäfte und besseren Möglichkeiten für Omnichannel-Erlebnisse wird der Handel stärker.
Jetzt ist der beste Zeitpunkt, in Technologie für den Handel zu investieren. Wenn Sie nicht wissen, wo Sie anfangen sollen, fordern Sie ein Angebot für neue Technologie in Ihrem Geschäft an.
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